Seit meiner Jugend spiele ich Gitarre, hauptsächlich die elektrische Gitarre. Seit ein paar Jahren baue ich nun meine eigenen E-Gitarren.
Der Bausatz
Nachdem ich mich eine ganze Weile mit dem Gedanken beschäftigt hatte, eine E-Gitarre zu bauen – und auch erste Erfahrungen bei der Reparatur meiner alten E-Gitarren und einer Neubundierung gesammelt hatte – beschloss ich, mich an einem Bausatz zu versuchen. Es sollte ein Single Cut Modell werden. Die Sunburst-Lackierung habe ich mit Nitrocellulose aus der Dose realisiert. Alle Bauteile, die mir nicht gefielen, habe ich durch bessere Zutaten ersetzt.
Fat Ed
Nachdem der Bausatz mir sehr viel Spaß bereitet hat, habe ich mir eine Oberfräse und weiteres Werkzeug besorgt und eine Gitarre geplant, die eine Mischung aus Les Paul und Music Man EVH ist. Bundiert ist sie mit Edelstahl und da ich den Hals sehr fett gemacht habe, nenne ich sie „Fat Ed“. Ich habe sogar einen Formkoffer für sie gebaut.
Ojo
Für meine nächste E-Gitarre habe ich mir etwas Besonderes überlegt. Sie sollte die gleiche Form haben, aber eine anderes Deckenholz. Ich habe mich für Ovangkol entschieden. Besonders an ihr sind außerdem ein Nullbund und ein Griffbrett ohne Radius, also flache Bundstäbe. Die Messing-Brücke habe ich selber hergestellt und auch die transparenten Humbucker sind selber gewickelt.
Restauration einer Hohner FV Devil
Schon lange hatte ich mit dem Gedanken gespielt, mal eine Flying V zu haben. Da ich aber nicht sicher war, ob mir diese Form überhaupt liegen würde, habe ich eine günstige gebrauchte Hohner aus den 80er Jahren gekauft. Sie war allerdings in ziemlich üblem Zustand und wurde als „Bastel-Projekt“ angeboten. Ich wollte den Korpus auf jeden Fall in Himmelblau lackieren und das Vorhaben mit möglichst niedrigem Budget realisieren. Die Gitarre wurde komplett entlackt und mit Graffiti-Farbe in „Cool Candy“ lackiert. Die Bundierung habe ich mit Jumbo-Bunddraht aus Edelstahl durchgeführt. Nachdem ich mir am Computer die Feinheiten überlegt habe, wurde noch ein Schlagbrett aus einem Rest gesägt. Schön ist sie geworden – und bleibt wohl nicht meine letzte Flying V.
Wes
Da ich schon immer eine Semi Hollow haben wollte und die Yamaha CV820WB total schön finde, habe ich eine eigene Interpretation geplant. Meine Gitarre ist viel kleiner, aus Mahagoni und mit einer geflammten Ahorndecke versehen, die ich grün gebeizt habe. Die Gitarre habe ich komplett mit einem Öl-Finish versehen, das ich anschließend poliert habe.
The Headless One
Einige unserer Songs bei Mihrax spielen wir in Drop-D-Stimmung und ich hatte schon lange darüber nachgedacht, mir eine siebensaitige Gitarre mit frei schwebendem Vibrato-System und gefächerter Bundierung zu bauen, um damit noch tiefer zu kommen. Die Planung hat einige Zeit gedauert und ich hatte ein paar Probleme zu lösen, um beispielsweise die Nuten für die Karbon-Halsstäbe zu fräsen und die Schlitze für meine Fächerbünde zu sägen. Auch habe ich mir eine alte Dekupiersäge für die Schablonen zugelegt.
Ich hatte ursprünglich eine Swirl-Lackierung geplant und schon einige Tests an einem kleinen Dummy-Korpus gemacht, aber am Ende war ich mit den Ergebnissen nicht zufrieden und habe mich dazu entschlossen, doch lieber eine krasse Farbe mit der Spraydose zu lackieren. Die Wahl fiel auf „Acid Green“ und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Weil es alles noch nicht exotisch genug war, habe ich in die Gitarre Lace Alumitone Humbucker eingebaut.
Ein verrücktes Instrument, das richtig Spaß macht. Den Namen hat es übrigens von Comicfiguren aus der Geschichte „Space Smith – The Thinker“ von Fletcher Hanks.
Ich spiele zu Hause Gitarre meist über meinen HX Stomp, sitze dabei am Schreibtisch und das Pedal ist nicht in Reichweite. Umschalten über das mitgelieferte HX Edit finde ich umständlich, ich hätte gerne Hotkeys.
Auf der Suche nach einem kleinen, programmierbaren Desktop-MIDI-Schalter bin ich auf eine MIDI JavaScript-Bibliothek gestoßen, die auf dem Chrome-Browser läuft. Damit habe ich mir ein kleines Script geschrieben, das auch per USB-MIDI auf mein angeschlossenes HX Stomp zugreifen kann und leicht auf das eigene Setup anpassbar ist. Getestet habe ich es nur mit meinem HX Stomp, es kann aber auch MIDI-Befehle über andere MIDI-Schnittstellen senden. Viel Spaß damit!